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Innovationsforen Mittelstand

Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sind Einzelvorhaben zur Durchführung von Innovationsforen zu interdisziplinären Themen, durch die die Voraussetzungen für eine zukünftige wirtschaftliche Verwertung einer neuen Idee oder eines Forschungsergebnisses durch die Teilnehmer des Innovationsforums verbessert werden. Dabei sollen moderne Kommunikations- und Wissensmanagementstrategien angewendet und gegebenenfalls Ansätze aufgezeigt werden, die auf regionaler und Bundesebene die KMU-Förderung stärken und auch Beiträge zur Politikformulierung des Bundes liefern. Gefördert werden insbesondere neue Netzwerke, die am Anfang ihrer Entwicklung stehen. Bestehende Cluster werden nur dann gefördert, wenn durch die interdisziplinäre Themensetzung des Innovationsforums eine erhebliche Erweiterung der Partnerstruktur (neue Akteurskonstellationen) oder eine dauerhafte enge Kooperationen mit anderen Netzwerken (cross-clustering) zu erwarten ist. Innovationsforen, die einen Beitrag zur regionalen Profilbildung leisten, werden bevorzugt gefördert; die Bewerbung geeigneter die Grenzen der Länder überschreitender Netzwerke ist besonders erwünscht. Im Speziellen sind die Förderung (i) von Arbeiten und Dienstleistungen zur weiterführenden Konzeption, Organisation und Auswertung des geförderten Vorhabens, (ii) von Dienstreisen, (iii) von Ausgaben für Geschäftsbedarf und Kommunikation, (iv) der Durchführung von Veranstaltungen, insbesondere eines zweitägigen "Innovationsforums" während der Laufzeit des Vorhabens, (v) einer begleitenden Öffentlichkeitsarbeit sowie (vi) der Erstellung von Informations­material unter Beachtung der vom Zuwendungsgeber entwickelten Vorgaben vorgesehen (siehe auch Nummer 5). Sofern dies von übergeordneter Bedeutung für das gesamte Innovationsforum ist, können im Einzelfall auch der Erwerb oder die Erarbeitung von unternehmensübergreifenden Markt- und Potenzialstudien gefördert werden. Diese Auflistung ist nicht abschließend; Antragstellern wird empfohlen, sich – vor einer Planung weiterer Positionen in erheblichem Umfang – vom zuständigen Projektträger (Nummer 7) beraten zu lassen. Die Beantragung der Förderung erfolgt stellvertretend durch einen Partner des das Innovationsforum initiierenden Netzwerks.

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt für eine Förderung im Rahmen dieser Richtlinie sind KMU entsprechend der Definition gemäß Anhang I der Verordnung (EU) Nr. 651/2014, mittelständische Unternehmen, die einschließlich verbundener oder Partnerunternehmen nicht mehr als 500 Beschäftigte haben, staatliche und nicht staatliche Hochschulen, außeruniversitäre ­Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Verbände, Vereine und sonstige Organisationen, die sich Forschung und Entwicklung widmen, mit Sitz in Deutschland. Unternehmen können sich zur Klärung ihres KMU-Status bei der Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes (siehe Nummer 7) persönlich beraten lassen. Großunternehmen sind als Zuwendungsempfänger ausgeschlossen, ihre Einbeziehung in die Arbeit der Innovationsforen ist jedoch erwünscht. Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben bewilligt werden.

Zuwendungsvoraussetzungen

Mit der Förderung von Innovationsforen soll das Potenzial der beteiligten Partner für eine zukünftige wirtschaftliche Verwertung von Ideen oder Forschungsergebnissen verbessert werden. Vorhaben, mit denen dem Antragsteller oder einem der beteiligten Partner eine unmittelbare wirtschaftliche Verwertung ermöglicht würde, können nicht gefördert werden. Die geförderten Vorhaben müssen von besonderer Relevanz für kleine, mittlere und mittelständische Unternehmen (siehe Nummer 3) sein; solche Unternehmen sind in geeigneter Anzahl in das geplante Innovationsforum einzubinden. Zur Förderung als "Innovationsforum Mittelstand" ausgewählt werden nur solche Vorhaben, bei denen aus der Pro­jektskizze zu erkennen ist, dass das zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits bestehende Netzwerk offen für eine diskriminierungsfreie Mitwirkung und Teilhabe weiterer interessierter Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, öffentlicher Verwaltung und Gesellschaft ist. Es werden nur Vorhaben gefördert, deren Ergebnisse in der Bundesrepublik Deutschland primär verwertet werden und so den Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland stärken und weiter ausbauen. Eine zusätzliche Nutzung der Projektergebnisse im Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz ist nicht eingeschränkt. Antragsteller sollen sich – auch im eigenen Interesse – im Umfeld des national beabsichtigten Vorhabens mit dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation vertraut machen. Sie sollen prüfen, ob das beabsichtigte Vorhaben spezifische europäische Komponenten aufweist und damit eine ausschließliche EU-Förderung möglich ist. Weiterhin ist zu prüfen, inwieweit im Umfeld des national beabsichtigten Vorhabens ergänzend ein Förderantrag bei der EU gestellt werden kann. Das Ergebnis der Prüfungen soll im nationalen Förderantrag kurz dargestellt werden.rt und

Umfang, Höhe der Zuwendung

Bemessungsgrundlage für alle Antragsteller sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben, die individuell bis zu 100 % mit maximal 100 000 Euro (Höchstbetrag) gefördert werden können. In Nummer 2 dieser Richtlinie sind in einer nicht abschließenden Liste wesentliche Ausgabenarten aufgeführt. Ausgeschlossen sind Ausgaben für Bau­maßnahmen und Investitionen. Allgemeine Hinweise zu zuwendungsfähigen Ausgaben können den Richtlinien für ­Zuwendungsanträge auf Ausgabenbasis (AZA) entnommen werden (BMBF-Vordruck Nr. 0027, abrufbar unter foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php. Die mögliche Förderdauer beträgt bis zu neun Monate.

Mehrstufiges Verfahren

Das Auswahlverfahren ist mehrstufig ausgelegt. Die Auswahl erfolgt im Wettbewerb.

In einer ersten Stufe werden grundsätzlich für eine Förderung geeignete Projektskizzen ausgewählt und diese Initiativen zur Präsentation und Verteidigung ihres Vorhabens vor einem Gremium des BMBF eingeladen. Erst in einer zweiten Stufe werden förmliche Förderanträge gestellt.

Vorlage und Auswahl von Projektskizzen

In der ersten Verfahrensstufe können dem vom BMBF beauftragten Projektträger erstmalig bis zum 15. August 2016 und danach kontinuierlich Projektskizzen in deutscher Sprache im Umfang von maximal acht DIN-A4-Seiten (plus Anhang), 1,5-zeilig, Schriftgrad 12, in elektronischer Form vorgelegt werden. Damit die Projektskizze Bestandskraft erlangt, muss diese zusätzlich unterschrieben in Papierform eingereicht werden.

Projektskizzen, die nach dem oben angegebenen Zeitpunkt eingehen, können in der ersten Auswahlrunde möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden. Weitere Auswahlrunden finden zu noch festzulegenden Terminen mehrmals jährlich statt. Neue Bewerbungen sind nach dem 21. Oktober 2019 nicht mehr möglich.

Die Skizze soll neben Angaben zum Interessenten und der geplanten Laufzeit des Vorhabens folgender Gliederung folgen:

1. Thema und Zielsetzung des Innovationsforums unter Bezugnahme auf die Kriterien dieser Bekanntmachung

2. Neuheit des Lösungsansatzes, Stand der Wissenschaft und Technik, Patentlage

3. Notwendigkeit der staatlichen Förderung und Nachweis der innovationsförderlichen Wirkung für den Mittelstand, z. B. durch Beteiligung von KMU

4. Marktpotenzial, Marktumfeld, Konkurrenzsituation

5. Kurzdarstellung der aktuellen Struktur des Netzwerks unter Nennung aller namentlich bekannten Partner; Kennzeichnung der Unternehmen mit KMU-Status (kleines oder mittleres Unternehmen nach Definition der EU, mittelständisches Unternehmen nach Abgrenzung in Nummer 3)

6. Angaben zu bisherigen EU-, Bundes- oder Landesförderungen mit dem Ziel der Vernetzung/Clusterbildung im Themenspektrum des Innovationsforums

7. geplante Arbeiten

8. überschlägige Finanzplanung

9. Grundzüge eines Verwertungsplans (Erfolgsaussichten, Nutzungsmöglichkeiten und Anschlussfähigkeit)

 

Seit dem 21. Oktober 2019 sind keine Bewerbungen mehr möglich. Weitere Informationen finden Sie hier