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mFUND- datenbasierte Forschungsförderprogramm des BMVI

Thematische Kategorie
Mit dem mFUND unterstützt das BMVI die Entwicklung digitaler Geschäftsideen, die auf Mobilitäts-, Geo- und Wetterdaten basieren. Dazu zählen z. B. neue Navigationsdienste, innovative Sharing-Plattformen, intelligente Reiseplaner oder hochpräzise Wetter-Apps. Die Förderung setzt bereits in dem Moment ein, in dem digitale Geschäftsideen entstehen und unterstützt Gründer und Startups bei der Umsetzung – vom Konzept über die Entwicklung bis zur Marktreife.Das Forschungsförderprogramm mFUND wird durch eine grundlegende Datenorientierung charakterisiert. Diese Datenorientierung materialisiert sich in den drei Förderschwerpunkten „Datenzugang“, „Datenbasierte Anwendungen“ und „Daten-Governance“.

Antragsberechtigte Einrichtungen

  • Gründer
  • Startups
  • Unternehmen
  • staatliche und nichtstaatliche Hochschulen
  • Vereine
  • Behörden und Einrichtungen mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben
  • Projekte mit Kooperationspartnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis

Zuwendungsvoraussetzungen 
Die Prüfung aller Anträge erfolgt im Rahmen eines zweistufigen, wettbewerblichen Bewertungsverfahrens: In der ersten Stufe (fachliche Prüfung) werden vorläufige Projektskizzen inhaltlich bewertet. In der zweiten Verfahrensstufe (formale Prüfung) werden die Antragsteller aller im ersten Schritt positiv bewerteten Projekte aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen. Die Bewilligung erfolgt durch das BMVI.

Mit 5 Schritten zur Förderung von innovativen Mobilitäts-Projekten:

1. Erstellen Sie eine Projektskizze (Definition Projekt, evtl. Partner, Finanzplanung)
Stellen Sie ihr Forschungsvorhaben auf maximal zehn Seiten bei einer angestrebten Ausarbeitung von Projektvorschlägen oder Vorstudien (Förderlinie 1) oder auf maximal 15 Seiten bei einem Forschungsprojekt (Förderlinie 2) kurz vor. Zeigen Sie in der Projektskizze deutlich den Innovationsbezug ihres Projektes und den daraus resultierenden gesellschaftlichen Mehrwert bzw. die unternehmerische Verwertbarkeit der Ergebnisse auf. Binden Sie abschließend Ihre Finanzierungsplanung in die Projektskizze ein.
Überlegen Sie, ob ein Partner ihr Vorhaben inhaltlich oder methodisch bereichern kann. Gerne unterstützen wir Sie bei der Suche nach Projektpartnern. Ihre Projektskizze sollte selbsterklärend sein, um eine Beurteilung ohne weitere Recherchen sicherzustellen.

2. So geht die Einreichung der Projektskizze – einfach und schnell
Registrieren Sie sich über das elektronische Antrags- und Angebotssystem des Bundes (easy-Online) hier. oder formlos per E-Mail. Folgen Sie den dort beschriebenen Schritten zur Antragstellung. Nach Eingang der vollständigen Unterlagen beim BMVI erhalten Sie eine elektronische Bestätigung. Bei positiver, fachlicher Bewertung des Projektes werden Sie per E-Mail aufgefordert einen formalen Förderantrag einzureichen.

3. Stellen Sie einen Förderantrag (Detaillierte Finanzplanung, Eigenerklärungen)
Haben Sie die erste fachliche Prüfung bestanden, werden Sie im nächsten Schritt aufgefordert tiefergehende Angaben zum geplanten Projekt zu machen. Dazu gehört u.a. eine finale – bei Bewilligung des Projektes verbindliche – Finanzierungsplanung. Diese darf nicht mehr als 10 Prozent von der mit der Projektskizze eingereichten groben Planung abweichen.
Darüber hinaus ist für die abschließende Prüfung des Projektes auch eine Reihe von Eigenerklärungen vorzulegen, aus denen hervorgeht, dass beispielsweise das Projekt noch nicht begonnen oder bei einer Kooperation eine Vereinbarung zwischen den Partnern geschlossen wurde.

4. Bereiten Sie Ihre Unterlagen für eine Bonitätsprüfung vor
Bei einer erstmaligen Förderung ist in der Regel eine umfassende Bonitätsprüfung erforderlich, um die Zuverlässigkeit des Fördermittelempfängers in privater und finanzieller Hinsicht zu beurteilen. Bereiten Sie für diese Prüfung – falls vorhanden – folgende Unterlagen vor:
 - Jahresabschluss
 - Geschäftsbericht
 - Auskunft aus dem Handelsregister
 - Auskunft der Hausbank
 - Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes zur Erteilung öffentlicher Aufträge oder eine Bescheinigung der Berufsgenossenschaft

5. Reichen Sie Ihren Förderantrag ein
Wie bereits die Projektskizze können Sie auch den formalen Förderantrag inkl. aller erforderlichen Unterlagen einfach und schnell über das elektronische Antrags- und Angebotssystem des Bundes (easy-Online) hier  einreichen (wird in Kürze eingerichtet). Das Auswahlergebnis wird Ihnen schnellstmöglich schriftlich mitgeteilt.

Förderquoten 
Die Förderintensitäten werden vom EU-Beihilferecht vorgegeben. Diese Förderintensitäten gelten für Fördernehmer, welche wirtschaftliche Tätigkeiten ausüben. Bei sowohl wirtschaftlich als auch nicht-wirtschaftlich tätigen Einrichtungen ist der Nachweis zu führen, dass zur Vermeidung von Quersubventionierungen die beiden Tätigkeitsformen und ihre Kosten und Finanzierungen eindeutig voneinander getrennt werden. Die Beihilfeintensität pro Beihilfeempfänger darf folgende Sätze nicht überschreiten:
 - 50 % der beihilfefähigen Kosten für industrielle Forschung,
 - 25 % der beihilfefähigen Kosten für experimentelle Entwicklung,
 - 50 % der beihilfefähigen Kosten für Durchführbarkeitsstudien. Die Beihilfeintensität für Durchführbarkeitsstudien kann bei mittleren Unternehmen um 10 Prozentpunkte und bei kleinen Unternehmen um 20 Prozentpunkte erhöht werden
 - Die Beihilfeintensitäten für industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung können u. U. auf maximal 80 % der beihilfefähigen Kosten erhöht werden, wenn z. B. ein kleines oder mittleres Unternehmen oder eine Forschungseinrichtung an dem Vorhaben beteiligt ist, die mindestens 10 % der beihilfefähigen Kosten tragen und das Recht haben, ihre eigenen Forschungsergebnisse zu veröffentlichen sowie, wenn die Ergebnisse des Vorhabens durch Konferenzen, Veröffentlichung, Open-Access-Repositorien oder durch gebührenfreie Software beziehungsweise Open-Source-Software weite Verbreitung finden.
Behörden mit FuE-Aufgaben erfolgt die Förderung in Form der Zuweisung. Die Anforderungen und Verfahrensvorgaben der Förderrichtlinie für die Projektförderung auf Ausgabenbasis sind dabei – soweit möglich – entsprechend anzuwenden.

Art der Zuwendung
Zuschuss

Die Förderrichtlinie ist bis zum 31. Dezember 2020 befristet.